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Amstel Gold Race 2006

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Amstel Gold Race 2005

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Amstel Gold 2004

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Amstel Gold Race
2006

Frank Schleck hat am Ostersonntag als erster Luxemburger Radprofi das Amstel Gold Race (253 km) in Valkenburg in den Niederlanden gewonnen. Der 26-Jährige setzte sich rund zehn Kilometer vor dem Ziel aus einer neunköpfigen Spitzengruppe ab und sorgte für den zweiten großen Sieg des dänischen CSC-Rennstalls auf der ProTour innerhalb einer Woche nach Fabian Cancellara (SUI) bei Paris-Roubaix.
Schleck rettete nach dem finalen Anstieg auf den Cauberg wenige Sekunden Vorsprung auf den Schweizer Steffen Wesemann (T-Mobile) ins Ziel. Der Niederländer Michael Boogerd landete an dritter Stelle. Der Italiener Davide Rebellin (Gerolsteiner), der vor zwei Jahren als erster Fahrer das Triple aus Gold Race, Fleche Wallonne und Lüttich-Bastogne-Lüttich geschafft hatte, belegte mit angebrochener Rippe den sechsten Rang.



Amstel Gold Race
2005

Danilo Di Luca der schnellste Sprinter vom Kauberg

In einem packenden Finale sicherte sich Danilo Di Luca den Sieg beim Ardennen Klassiker Amstel Gold Race mit Ziel in Falkenburg. Am Ende des berüchtigten Kauberges verwies der Italiener in deutlicher Manier Boogerd, Celestino und Rebelin. Guter 5. Wurde Perdiguero von Phonak.

Amstel Gold Race
2004

Der Italiener Davide Rebellin gewann am Sonntag das holländische Amstel Gold Race, das vierte Rennen im Weltcup. Der Gerolsteiner-Kapitän setzte sich am Cauberg in Valkenburg nach 251,1km durch vor seinem Mitausreißer, dem Holländer Michael Boogerd (Rabobank), der an gleicher Stelle auch im Vorjahr mit Platz 2 vorliebnehmen musste. Am letzten von 31 Anstiegen kurz vor dem Zielstrich musste der Lokalmatador Rebellin ziehen lassen, mit dem er sich 18 km vor Schluss aus einer sechsköpfigen Spitzengruppe gelöst hatte.
50 Meter vor dem Ziel ließ Rebellin den holländischen Publikumsliebling stehen und gewann als dritter Italiener seit der Gründung des Rennens 1966. Die erste Verfolgergruppe führte der Italiener Paolo Bettini (Quick Step) über die Ziellinie vor seinem Landsmann Danilo Di Luca (Saeco), dem Belgier Peter Van Petegem (Lotto) und dem Franken Matthias Kessler (T-Mobile), der seinen starken fünften Platz aus dem Vorjahr vollauf bestätigte. Der kasachische Vorjahressieger Alexander Vinokourov (T-Mobile) spielte diesmal keine Rolle.
Nachdem zunächst die jungen Belgier Johan Vansummeren und Jan Kuyckx das Rennen lange geprägt hatten, gab es im Finale noch ein großes Feld, trotz zahlreicher Attacken und eines mitunter hektischen Rennens. Am Kruisberg, dem 27. von 31 Bergen 25km vor Schluss, war vorn eine 60 Mann starke Gruppe. Am Eyserbos (KM 230) eröffnete Paolo Bettini das Finale mit einem Antritt. ein sehr gut aufgelegter Matthias Kessler ging mit, weitere Favoriten (Van Petegem, Di Luca, Boogerd, Rebellin) reagierten.
18km vor dem Ziel setzten sich Rebellin und Boogerd, letztes Jahr Vierter bzw. Zweiter beim "Amstel", am schweren Anstieg des Keutenberg ab. Diesmal gab es keine Reaktion der anderen aus der Spitzengruppe. Bettini gab einem Motorradfahrer die Schuld, dass er Rebellin und Boogerd entwischen ließ. Das Duo erreichte den Schlussanstieg in Valkenburg mit 30 Sekunden Vorsprung auf die ersten Verfolger. Boogerd attackierte zunächst, doch Rebellin blieb dran und sprintete 50 Meter vor Schluss an dem Holländer vorbei, der erneut seinen zweiten Amstel-Sieg knapp verpasste. Boogerd stand zum fünften Mal auf dem Podium des Rennens, das er 1999 gewann.
"Ich habe an meine Chance geglaubt in einem Sprint gegen Rebellin, deshalb bin ich mitgerollt. Bettini wäre am Cauberg unschlagbar gewesen. Ich habe an der gleichen Stelle attackiert wie letztes Jahr, als ich den Sprint um Platz 2 gewonnen habe", sagte Boogerd, der den Wallonischen Pfeil am Mittwoch auslassen wird, um sich ganz auf Lüttich-Bastogne am Sonntag vorzubereiten.
Der 32 Jahre alte Rebellin feierte seinen dritten Weltcup-Sieg. Der in Montecarlo lebende Italiener, der seit 2002 beim deutschen Gerolsteiner-Team fährt und seinen Vertrag im letzten Herbst um zwei Jahre verlängerte, hatte 1997 Siege bei Clasica San Sebastian und der Meisterschaft von Zürich geholt. Bei Frühjahrsklassikern hat der schmächtige Venezianer (1,71m/63kg) schon oft Ehrenplätze (27 Mal unter den ersten Zehn bei Weltcup-Rennen!) belegt, aber noch nie einen Sieg holen können. "Ich habe seit sieben Jahren kein Weltcup-Rennen mehr gewonnen, aber ich habe nie die Hoffnung aufgegeben. Auch nicht, als ich eine Viruserkrankung hate. Das gehört zu den Unwägbarkeiten in einem Rennfahrerleben", sagte Rebellin, der seinen Sieg dem im Januar 2003 verstorbenen Radprofi Denis Zanette widmete: "Ich denke jetzt an Denis, der einer meiner besten Freunde war, und an seine Witwe Manuela."
"Ich wollte einen der drei Ardennenklassiker gewinnen. Schön, das es gleich das erste geworden ist. Boogerd war sehr stark, aber ich habe mich auch sehr gut gefühlt. Das Rennen war wegen des Windes sehr hart und nervös. Am Ende war ich im Finale recht ruhig, ich wusste, dass ich Boogerd schlagen kann", sagte Rebellin, der erst als dritter Italiener nach Stefano Zanini (1996) und Michele Bartoli (2002) in Holland gewann. "Als es im Finale zur Sache ging, hatte ich mir Boogerd als Wunschpartner für einen Ausreißversuch gewünscht - und so kam es. Der Gesamt-Weltcup ist jetzt natürlich ein Thema. Mal sehen, wie es bei Lüttich-Bastogne-Lüttich nächsten Sonntag bei mir läuft", sagte Rebellin, der im Vorjahr mit seinem Erfolg am Henninger Turm in Frankfurt den ersten großen Sieg für das zweite deutsche GS-I-Team gefeiert hatte.
Holczer mit Glatze
Rebellins Teamchef Hans-Michael Holczer wird nach dem Sieg in Holland nun demnächst eine neue "Frisur" bekommen. Der hatte nämlich leichtsinnigerweise zu Saisonbeginn versprochen sich eine Glatze schneiden zu lassen, wenn einer seiner Fahrer ein Weltcup-Rennen oder eine Tour-de-France-Etappe gewinnt... "Ich war eigentlich immer fest davon überzeugt, dass uns Davide einmal einen solchen Triumph bescheren würde. Jetzt ist es so weit, und ich kann es kaum glauben", freute sich Holczer, der das Rennen zuhause am Fernseher verfolgte.
Steffen Wesemann, Gewinner der Flandern-Rundfahrt vor 14 Tagen, verteidigte sein weißes Trikot, das ihn seit Paris - Roubaix als Spitzenreiter im Weltcup auszeichnet. Dem 33-jährigen Wahl-Schweizer aus Wolmirstedt reichte auf dem verwinkelten Achterbahn-Kurs durch die südniederländische Provinz Limburg ein Platz im dritten Verfolgerfeld. "Das dritte Weltcup-Renen in 14 Tagen - das zehrt enorm an den Kräften. Am Eyserbosweg war für mich klar, dass es hier heute nur noch um die Verteidigung des Trikots ging. Für den Sieg kam ich nicht mehr in Frage - andere waren heute stärker", sagte Wesemann.

Amstel Gold Race 2002

Beim Wallonischen Pfeil vor zwei Wochen war Michele Bartoli (Fassa Bortolo) ein sehr gutes Rennen gefahren, doch im Sprint fehlten dem zweifachen Weltcupsieger, dessen Karriere nach seinem schweren Unfall bei der Deutschland-Tour 1999 jäh unterbrochen worden war, am Ende die entscheidenden Körner. "Ich weiß nicht, ob das Glas halb voll oder halb leer ist", meinte er danach. Beim Amstel Gold Race, gesponsort von einer Biermarke, zeigte der Toskaner am Sonntag: Das Glas ist halb voll - mindestens. "Auf einen Sieg wie diesen habe ich lange gewartet", sagte Bartoli. "Ich hatte viel Pech in dieser Saison und habe meine Ziele bisher nicht erreicht. Jetzt hat es endlich geklappt, wenn auch spät. Jetzt werde ich mich für den Giro vorbereiten, dort werde ich für Casagrande arbeiten."
Bartoli gewann bei dem fünften Weltcup-Rennen der Saison in Maastricht im Sprint einer vierköpfigen Spitzengruppe, die nach 254km auf dem Maasboulevard ankam. Mit einer halben Radlänge Rückstand kam Bartolis russischer Teamkollege Serguei Ivanov auf Platz zwei und machte einen Doppelsieg für "Fassa Bortolo", das in den Klassikern bisher leer ausging, perfekt. Bartoli: "Giancarlo Ferretti (der Sportdirektor von Fassa Bortolo) hat heute in der Flucht die Aufgaben verteilt zwischen Ivanov und mir. Er sagte: 'Ivanov soll es versuchen, wegzufahren, Du kannst im Sprint gewinnen.'"
Dritter wurde der holländische Mitfavorit Michael Boogerd (Rabobank), der wie bei seinem Amstelsieg vor drei Jahren vor Toursieger Lance Armstrong (US Postal) die Ziellinie überquerte. Den Sprint des Pelotons um Platz 5 gewann Weltmeister Oscar Freire (Mapei), Erik Zabel wurde Neunter.
Armstrong eindrucksvoll
Die entscheidende Flucht hatte sich 39km vor dem Ziel gebildet am Anstieg des Eyserbos auf Initiative von Michael Boogerd, der in den letzten Wochen in Holland in die Kritik geraten war, nachdem er sich abschätzig über einige Teamhelfer geäußert hatte.
Thorsten Rund (Coast) aus Lübben und Stefan Kupfernagel (Phonak) aus Montabaur bestimmten am Anfang das Rennen mit. Zusammen mit vier weiteren Profis waren die beiden schon 14 km nach dem Start bei Regen und Kälte ausgerissen und hatten sich bis zu sechs Minuten Vorsprung erkämpft. "Ich hatte gute Moral. Bei Regen fühle ich mich wohl, das kommt wohl noch von meinen Anfängen beim Cross. Am Anfang lief es bei mir nicht so gut, aber nach 50km wurden meine Beine immer besser. Ich dachte nicht, dass die Gruppe durchkommt, der Lotto- und der Rabobankfahrer haben nicht mitgearbeitet. Ich bin sehr zufrieden mit meinem Rennen, ich habe mich ein bißchen gezeigt", sagte Stefan Kupfernagel, der am Mittwoch am Henninger Turm womöglich ähnliches zeigen wird.Auf dem anspruchsvollen Parcours war die Flucht der inzwischen aufgesplitterten Gruppe rund 40 km vor dem Ziel beendet. Bram Schmitz und Bram De Groot, die letzten Verbliebenen der Ausreißergruppe, wurden am am Keutenberg 30km vor dem Ziel wieder gestellt. Im Finale attackierten Bartoli und Ivanov mehrmals, doch ein sehr starker Armstrong reagierte jedes Mal. Der Texaner versuchte am 33. und letzten Anstieg acht Kilometer vor Schluss sogar eine Soloflucht.
Team Telekom spielte am Sonntag keine Rolle. "Das war heute ein typisches Amstel Gold Race mit kaltem Mistwetter. Ich hatte in der entscheidenden Phase keine Chance, am Berg mit Bartoli und Armstrong mitzugehen und konnte bei diesem Rennverlauf eigentlich nur mitfahren", sagte Zabel nach dem Rennen, bei dem der erhoffte "Big Point" (Sprecher Olaf Ludwig) ausblieb. Den will die Magentatruppe nun am 1.Mai beim "Henninger Turm" in Frankfurt holen. Noch schlechter als für Telekom lief es für Gerolsteiner. Kapitän Davide Rebellin, der früh in einen Sturz verwickelt war, musste nach 80 Kilometer aufgeben. "Er hat sich beim Sturz eine schmerzhafte Prellung an der Hüfte zugezogen. Wir werden das heute Abend genauer untersuchen, ich bin aber optimistisch, dass er am Mittwoch beim 'Rund um den Henninger' starten kann", sagte Gerolsteiner- Sportdirektor Christian Henn.
Der Toskaner gewann zum fünften Mal in seiner Karriere ein Weltcuprennen. Zu seinen größten Erfolgen zählen die Flandern-Rundfahrt 1996, Lüttich- Bastogne 1997 und 1998 sowie die Meisterschaft von Zürich 1998.
Das Frühjahr der Toskaner
Nach dem fünften von zehn Weltcup-Rennen liegt weiterhin der belgische Roubaix-Sieger Johan Museeuw (Domo) vorn. Der "Löwe von Flandern" wird bei der Deutschland-Tour starten, dann die Tour de France auslassen und sich stattdessen im Juli mit einem Trainingslager in Form bringen für die HEW Cyclassics in Hamburg im August, wo er seine Weltcupführung verteidigen will. Der Belgier Museeuw geht mit dem weißen Trikot in die Sommerpause, die Weltcupsaison beherrscht haben jedoch im Frühjahr die Toskaner: Vor Bartoli gewannen mit Mario Cipollini (Milan-Sanremo), Andrea Tafi (Flandern) und Paolo Bettini (Lüttich) seine Landsleute bereits drei große Klassiker.

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